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Bosse im Blaumann-neuer Schmiergeld#Skandal “Porsche”

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking weist jeden Bestechungsverdacht weit von sich: er hat nichts gesehen und gehört und will auch nichts sagen.

Es ist ein unglaublicher Skandal, der das Vertrauen der Bürger in ihre Eliten endgültig zerstören könnte: Die Industriegewerkschaft Metall hat den Vorstand des Porsche-Konzerns offenbar über Jahre hinweg alimentiert. Bei einer Steuerprüfung in der Frankfurter Gewerkschaftszentrale fanden die Prüfer Belege für Zahlungen in Millionenhöhe, die ohne jeden Umweg an den bekannten Zuffenhausener Sportwagenhersteller gingen. Zugleich wurde durch eine Indiskretion öffentlich, dass in der Chefetage von Porsche kistenweise “Pro Mindestlohn”-Broschüren gelagert wurden. Freunde und Geschäftspartner des Hauses hätten sie ständig heimlich in die Aktenkoffer gesteckt bekommen, so ein wenig bekanntes Münchner Nachrichtenmagazin.

Während der letzten Tarifrunde hatte Porsche eine völlig andere Haltung eingenommen als alle anderen Mitglieder des Arbeitgeberverbands. Konzernvertreter hatten zum Beispiel zum “aufrichtigen Dialog mit den Arbeitnehmern” aufgerufen, wollten Überstunden mit einem 150-prozentigen Aufschlag belohnen, forderten sogar Ruheräume mit Meditationsmusik und Gratiskekse für alle Beschäftigten.

Innerhalb des Arbeitgeberlagers hatte dieses Verhalten zu Verstimmungen geführt. “Es war schon auffällig, was die damals so vom Stapel gelassen haben”, berichtet Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegießer. “,Wir sitzen alle in einem Boot’, ,Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur’, ,Die Beschäftigten schaffen doch erst die Werte, von denen wir so üppig leben’ – das waren bei denen nicht einfach nur Sprüche wie bei mir. Die meinten das richtig ernst!”

Für zusätzlichen Zündstoff hatte ein Interview des Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking gesorgt. Vorstandsgehälter müssten bezahlbar bleiben, hatte er gefordert und damit die Wut seiner Kollegen auf sich gezogen. “Wir hätten spätestens da misstrauisch werden müssen, als der gesamte Porsche-Vorstand begann, zu Verbandssitzungen im Blaumann zu erscheinen”, schüttelt Kannegießer den Kopf. “Auch dass die unser Drei-Sterne-Catering ablehnten und sich aus ihren mitgebrachten Butterbrotdosen bedienten, erscheint mir jetzt viel einleuchtender.” Angesichts der offenkundigen Uneinigkeit der Arbeitgeber war es für die Gewerkschaft ein Leichtes, Lohnsteigerungen von vier Prozent durchzusetzen. “Wahnsinn”, ächzt Kannegießer noch heute, “ein Abschluss in Deutschland, der über der Teuerungsrate liegt – da musste ja etwas faul sein!”

Porsche-Chef Wiedeking jedoch weist den Bestechungsverdacht weit von sich. Seine Meinung, dass Vorstandsgehälter bezahlbar bleiben müssten, hält er weiterhin aufrecht; unbezahlbare Vorstandsgehälter könne ja niemand bezahlen. Es habe aber keine heimliche Finanzierung Porsches durch die Gewerkschaft gegeben – wozu auch, das Unternehmen stehe am Markt glänzend da. Dass Konkurrenten ohne innovative Ideen und entsprechend fette Gewinnmargen unter dem überhöhten Tarifabschluss leiden, habe er schmunzelnd hingenommen; man sei eben nicht bei der Heilsarmee.

Die Überweisungen der Gewerkschaft erklärt sich Wiedeking schlicht mit der Dankbarkeit, die Arbeitnehmervertreter seit jeher großen Industriekapitänen entgegenbrächten. Das Geld sei jedoch ordnungsgemäß verbucht und für den Unterhalt einer Firmenyacht verwendet worden, mit der der Vorstand regelmäßig die Niederlassungen in Übersee kontrolliere. Von schwarzen Kassen könne also keine Rede sein, er wolle indes nicht ausschließen, dass es irgendwo in seinem weitverzweigten Imperium gelbe, grüne oder rote Kassen gebe.

Auch der Gewerkschaftsvorsitzende Berthold Huber wies jede Schuld von sich und erklärte die Zahlungen mit einem “Versehen”. Dabei relativierte er auch seine frühere Äußerung, “selbstverständlich” habe er für das Geld eine Gegenleistung erwartet. Er habe lediglich die Studiengebühren für das Harvard-Studium seiner Söhne auf das falsche Konto überwiesen – eines simplen Zahlendrehers wegen. Von den Söhnen erwarte er allerdings nach wie vor, dass sie sich endlich mal auf den Hosenboden setzten, statt nachts auf den Straßen von Harvard herumzurandalieren und die Parolen des Klassenfeindes zu grölen.

“Ausreden, nichts als Ausreden”, empört sich der Arbeitgeberpräsident, der nun Strafanzeige gestellt hat. Gegen sämtliche Vorstandsmitglieder bei Porsche bestehe der Anfangsverdacht der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Für sich genommen sei das nicht schlimm, in Anbetracht der schmutzigen Herkunft der Gelder aber eine Katastrophe. “Deutschlands Weg in den Gewerkschaftsstaat”, sagt Kannegießer entschlossen, “muss mit allen Mitteln gestoppt werden.”

die wahrheit auf taz.de

Climate talks and other news

AFP

• BANGKOK hosts the next round of UN-sponsored global climate-change negotiations beginning on Monday March 31st. Over 1,000 participants, including politicians, scientists, NGOs and businessmen from more than 190 countries will attend the event in Thailand’s capital. The aim of the meeting is to thrash out concrete measures that will fulfil an agreement on international action over climate change reached in Bali, Indonesia, in December.

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• NATO leaders gather in Bucharest, Romania’s capital, for a three-day summit starting on Wednesday April 2nd. Despite Russia’s rage about NATO enlargement and American missile defences in Europe, President Vladimir Putin has been invited and he may sign an agreement opening up air and land routes through Russia to supply NATO’s embattled forces in Afghanistan. Albania and Croatia seem certain to be invited to join NATO—Macedonia too if Greek objections are overcome. America wants to promise future membership to Ukraine and Georgia. But Russia regards NATO’s expansion as an affront so Mr Putin will be an awkward guest to keep happy.

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• PRESIDENT George Bush is set to make a rapidly arranged visit to Russia after the NATO summit. Mr Bush is hoping that, by making the trip, he will get the chance to reassure his Russian counterpart, Vladimir Putin, over NATO expansion, American support for Kosovo’s independence and even thrash out an accord over American plans for a missile-defence shield based in Eastern Europe. It could be the final meeting between the two as Mr Putin steps down in favour of his protégé, Dmitry Medvedev, on May 7th.

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• FIGURES released on Monday March 31st will probably show that inflation in the euro area picked up further in March. February’s rate, at 3.3%, was the highest since the euro’s launch in 1999. Economy-watchers are braced for fresh bad news from America’s jobs market on Friday April 4th. Employers cut 63,000 workers from their payrolls in February and further job cuts are likely to be reported for March.

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Bei Pin gehen die Lichter aus

Der insolvente private Briefzusteller Pin Mail stellt heute seinen Geschäftsbetrieb ein.

Pin-Geschäftsführer Kay Albrecht musste den 86 Mitarbeitern gestern das Aus mitteilen.

Neumünster – Die Nachricht kam für Kay Albrecht (35), Geschäftsführer der Pin Mail Neumünster GmbH, nicht ganz unerwartet und war dennoch ein Schock. Gestern teilte der Insolvenzverwalter den Mitarbeitern des privaten Briefzustellers auf einer Betriebsversammlung mit, dass der Geschäftsbetrieb Ende des Monats eingestellt werden muss.

86 Beschäftigte, davon 25 in Neumünster, die übrigen in den Pin-Depots Rendsburg, Kiel, Schleswig und Bad Bramstedt, verlieren ihren Job. Am 25. Januar musste das Unternehmen der Pin-Gruppe Insolvenz anmelden. “Das war eine direkte Folge des neuen Mindestlohns in der Postbranche”, sagte Albrecht. Mit 9,80 Euro Mindestlohn pro Stunde habe man nicht wirtschaftlich arbeiten können. Die Stundenlöhne bei Pin hätten sich zuvor um die sieben Euro bewegt. Albrecht: “Der Mindestlohn hat uns das Genick gebrochen.”

Bundesweit läuft bei 20 Gesellschaften der Pin-Gruppe das Insolvenzgeld aus. Das bedeutet nicht für alle das Aus; zum Teil wurden Investoren gefunden. “Neumünster gehört nicht dazu”, sagte Holger Voskuhl, Sprecher der Kölner Kanzlei Dr. Andreas Ringstmeier. In Neumünster seien auch unter vorläufiger Insolvenzverwaltung Verluste angefallen. “Das darf nach dem Insolvenzrecht nicht passieren”, so Voskuhl. Der Insolvenzverwalter müsse Masse schützen und habe daher nur die Möglichkeit gehabt, den Geschäftsbetrieb zu schließen. Das gleiche Los trifft Pin Mail in Lübeck, wo die Mitarbeiter am Donnerstag informiert wurden.

Heute wird letztmalig die Pin-Post in Neumünster zugestellt. “Montag ist definitiv Schluss, die Kunden sind informiert”, sagte Albrecht und stellte seinen Mitarbeitern ein gutes Zeugnis aus. Auf sie sei stets Verlass gewesen, auch in der Zahlungsunfähigkeit sei der Geschäftsbetrieb reibungslos weitergelaufen. Das Unternehmen werde im April abgewickelt. Albrecht: “Rechnungen, die Märzlöhne, Arbeitszeugnisse – das werden wir alles noch sicherstellen.”