Lüneburger Polizei jagt Einbrecher aus Chile

Lüneburg/Hamburg.

einbrecher

Genau so schnell und unauffällig, wie sie kommen, verschwinden sie auch wieder. Chilenische Einbrecher werden direkt aus ihrer Heimat nach Hamburg eingeflogen und brechen in und um die Hansestadt in Häuser und Wohnungen ein.Die Taten sind ihnen jedoch nur schwer nachzuweisen, weil sie die Beute meist direkt nach dem Einbruch in die Heimat nach Südamerika schicken. Auch bei uns in der Region haben sie schon zugeschlagen. Die Hamburger Polizei hat jetzt die Sonderkommission (Soko) „Einbrecherbanden“ gegründet, um die Hintermänner zu fassen. „Dass es sich um eine chilenische Bande handelt, haben viele Festnahmen aus der letzten Zeit gezeigt“, sagt ein Hamburger Polizei-Sprecher gegenüber der Lünepost. An diesen Festnahmen beteiligt war auch die Lüneburger Polizei. Kriminal-Oberkommissar Andreas Barz vom Fachkommissariat „Banden“ der Zentralen Kriminal-Inspektion Lüneburg: „Die Gruppe war auch in der Region Lüneburg aktiv. Täter-Hinweise haben unsere Ermittlungen letztlich bis nach Hamburg geführt. Dort konnten wir dann einige Täter auf frischer Tat ertappen.“ Für die Wege von Hamburg in Richtung Süden, z. B. in die Region Lüneburg, habe die Bande eigens Autos angemietet. Sonst seien sie eher auf Ziele fixiert gewesen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, erklärt Barz.

Der Ermittler gibt aber auch Entwarnung: „Das Gros der Taten haben sie im Hamburger Stadtgebiet begangen. Aktuell gibt es keine Hinweise, dass sie hier aktiv sind.“ Außerdem möchte er dieses Thema nicht auf die chilenische Bande einschränken: „Es sind nicht nur Chilenen, die diese Einbrüche begehen. Auch viele Osteuropäer nutzen diese Masche“ – nur haben die nicht so einen weiten Anfahrtsweg.

Dennoch: Der Winter ist eine beliebte Einbruchszeit. Dadurch, dass es am Tag länger dunkel ist, fühlen sich die Einbrecher sicherer. Aber auch Wohnungs- und Hauseigentümer können sich mit wenigen Handgriffen sicherer fühlen, weiß Andreas Barz: „Das fängt schon beim Verlassen der Wohnung an. Man sollte die Tür abschließen und nicht nur zuziehen.“

Die Augen halten jetzt auch die Hamburger Ermittler der Soko „Einbrecherbanden“ offen – und zwar in Südamerika. Eine Gruppe ist direkt nach Chile geflogen, um gemeinsam mit der dortigen Polizei Jagd auf die Hintermänner der chilenischen Einbrecher zu machen.

Darüber, dass die Hamburger Kollegen sich mit ihrer Soko in einem Artikel des Hamburger Abendblatts in den Vordergrund stellten, ist man in Lüneburg verwundert: „Schließlich haben wir einen Großteil der Arbeit bis hierher geleistet. Die Hamburger Polizei war anfangs gar nicht an der Verfolgung der Fälle interessiert“, erzählt Barz. Mit der Arbeit der Soko hat die Lüneburger Polizei jetzt nichts mehr zu tun: „Wir bearbeiten jetzt die Fälle, die aus unserer Region stammen, zu Ende und dann schließen wir die Akte …“

So kann man sich schützen:

  • Haus- und Wohnungstüren, auch Nebeneingänge, Balkon- und Terrassentüren sowie die Fenster nach Möglichkeit immer abschließen.
  • Sichern Sie Kellerlichtschächte und -fenster z. B. mit massiven, gut verankerten Gittern.
  • Schlüssel nicht draußen verstecken, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.
  • Rollläden sollten zumindest gegen das Hochschieben gesichert werden.
  • Lassen Sie Wertsachen zu Hause nicht offen herumliegen.
  • Ziehen Sie die Vorhänge zu und lassen sie ein wenig Licht brennen. Die Diebe können nicht erkennen, ob wirklich jemand zu Hause ist.
  • Bewegungsmelder vor dem Haus verschrecken die Einbrecher.

Weitere Informationen, wie Sie sich schützen können, unter www.polizei-beratung.de

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